Alle Menschen erfahren in ihrer mittleren und späten Lebensphase enorme physische Veränderungen. Natürlich ist auch der Körper eines älteren Sportlers dem „typischen“ körperlichen Abbau infolge des Alterungsprozesses ausgesetzt, wenngleich auch weniger stark als inaktive Erwachsene. Dieser manifestiert sich in sinkender Schnelligkeit und Kraft, da die Zahl der schnellen Muskelfasern und damit die Muskelmasse abnimmt.
Mit zunehmendem Alter laufen die internationalen Spitzensprinter tatsächlich langsamere Zeiten. Schätzungen zufolge werden Männer etwa um 5-6 % und Frauen um 5-7 % pro Jahrzehnt langsamer. In der Zeitspanne zwischen 65 und 70 Jahren nimmt die Schnelligkeit dann erheblich mehr ab. Mit fortschreitendem Alter wird die Muskelmasse weniger, insbesondere der Anteil der schnellen (für Schnelligkeit und Kraft sorgenden) Muskelfasern. Zwischen 20 und 80 Jahren kann der Rückgang bis zu 30 % betragen. Die schnellen Muskelfasern verkümmern, wenn die Nerven, die sie kontrollieren, absterben. Das Ausmaß des Rückgangs aller Muskelfasern - d. h. der schnellen und langsamen Muskelfasern - wird an folgendem Beispiel deutlich: Der Bizeps eines Neugeborenen hat rund 500.000 Fasern. 80 Jahre später sind es nur noch 300.000.
Durch regelmäßige Koordinations und Kräftigungsübungen kann der Alterungsprozess hinausgezögert werden. Natürlich sollte das Training in einem vernünfitgen Umfang erfolgen. Ebenso wichtig wie das Training ist eine ausgeglichene und gesund Ernährung.
Quelle: Orgenda
Aktualisiert (Dienstag, den 24. August 2010 um 05:53 Uhr)